
Bis zum 05. Juni 2011 zeigt die Internationale Jugendbibliothek in München, anlässlich des 100. Geburtstags des Illustrators, Werke von Frans Haacken.
Haacken, der 1911 in Aachen geboren wurde, studierte er an der Kunstgewerbeschule Aachen Grafik und ging 1936 nach Berlin, wo er als Gebrauchsgrafiker u. a. für ein Zeichentrickfilmstudio arbeitete.
Nach dem Krieg gestaltete Frans Haacken Plakate und Programmhefte für Brechts Berliner Ensemble, für die Deutsche Staatsoper und für das Metropoltheater. Gleichzeitig entstanden die ersten Kinderbuchillustrationen, die er ab 1947 für das Programm von Arthur Felguth, dem Gründer des ersten westdeutschen Kinder- und Jugendbuchverlags, und ab 1949 für den neu gegründeten ostdeutschen Kinderbuchverlag schuf. Dieser startete mit der von Haacken illustrierten Kalendergeschichte „Der verwundete Sokrates“ von Bertolt Brecht.
Seitdem arbeitete Haacken für verschiedene west- und ostdeutsche Verlage. Den größten Erfolg hatte er 1958 mit seinen Illustrationen zu Sergej Prokofjews „Peter und der Wolf“ im renommierten Alfred Holz Verlag. Die Ausgabe, die bis heute immer wieder nachgedruckt wird, zählt zu den großen deutschen Bilderbuchklassikern.Er illustrierte die Geschichte mit kolorierten Schabzeichnungen, die eine holzschnittartige Wirkung entfalten.
Weitere Bilderbücher, auch zu eigenen Texten, folgen. Mit seinem letzten Projekt, einer Biographie des Jazzmusikers Django Reinhardt in Bildern, kehrt Frans Haacken noch einmal zur Musik zurück. Wie bereits in „Peter und der Wolf“ erzählt er die Lebensgeschichte des in einem Zigeunerlager groß gewordenen Musikers durchweg in Nachtbildern.
Weitere Informationen: http://www.ijb.de/files/hm_3/Seite05-02.htm