Die Funktion der Diskriminierungs- und Diversitätsbeauftragten

Die Funktion der Diskriminierungs- und Diversitätsbeauftragten

25.07.2023 | 2023 | IO-News

Das Amt nach „Innen“

Die IO wächst und wächst – was erfreulich ist, denn je mehr wir sind, desto besser können wir unser gemeinsames Gewicht für unsere Belange in die Waagschale werfen. Mit wachsender Verbandsgröße wird es aber auch immer wichtiger, besonders darauf zu achten, dass sensible Themen und marginalisierte Personen nicht in der Anonymität verschwinden. Das Amt der Diskriminierungs- und Diversitätsbeauftragten ist dafür da, Belange von diskriminierungsbetroffenen Gruppen bei der Verbandsarbeit im Blick zu behalten und eine Anlaufstelle für entsprechende Anliegen zu sein. Alle Lebensrealitäten unserer Mitglieder sollen Platz haben und eingebracht werden können – so wie die Mitglieder es jeweils möchten. Dafür möchte ich gern Ansprechpartnerin sein und einen möglichst niedrigschwelligen und natürlich vertraulichen Kontakt herstellen:

Ihr habt im Berufsalltag Einschränkungen oder Diskriminierungen erlebt, bei denen die IO euch eventuell helfen kann? Ihr seht eure oder andere Standpunkte im Verband unterrepräsentiert oder sogar gar nicht gesehen? Ihr habt Bedenken oder Vorschläge hinsichtlich der Verbandspolitik? Ihr möchtet euch vielleicht sogar selbst engagieren oder vernetzen? Meldet euch gern mit diesen und ähnlichen Anliegen bei mir:

Mara Wild,

Das Amt nach „Außen“

Eine vielseitige Gesellschaft und Lebensrealitäten abseits einer vermeintlichen „Norm“ beschäftigt viele Kolleg*innen – sowohl in ihrer Arbeit, als auch persönlich. Die damit einhergehenden Kompetenzen sollten sich nicht nur in der Verbandsarbeit entsprechend wiederfinden, sondern auch in unserer Kommunikation nach außen sichtbar werden.

Die Kernqualifikation Bildkompetenz, das Verständnis darüber, wie Gestaltung und visuelle Erzählung funktionieren und wirken, wird gerade in der aktuellen Diskussion um KI immer bedeutsamer. Es gilt zu betonen, dass die größte Kompetenz von Illustrator*innen nicht im gut ausgeführten Handwerk liegt, sondern im Wissen darum, wie ein Bild wirkt. Hinsichtlich Antidiskriminierung und gesellschaftlicher Teilhabe bietet sich uns ein großes Potential: Als Illustrator*innen gestalten wir Bilder unserer Gesellschaft – und damit auch Bilder davon, wie unsere Gesellschaft sein könnte und welche Werte in ihr zählen. Indem wir sichtbar machen, wie vielfältig die Menschen in ihr sind, leisten wir einen aktiven Beitrag zu einem gerechteren, inklusiveren Miteinander. Durch die Verständlichkeit von Gestaltung ermöglichen wir einen vielseitigen Zugang zu Inhalten.

Diese Kompetenzen möchten wir als IO betonen und in unseren Mitgliedern stärken: Ob auf Panels wie „Illustration bildet Meinung“ (Link), im Remote-Stammtisch, durch Workshops oder durch Vernetzung.

Wenn ihr Lust habt, euer eigenes Wissen hierzu einzubringen, ihr Ideen, Anregungen oder Wünsche habt, meldet euch gerne! Je mehr Mitglieder Lust haben, sich zu engagieren, desto mehr können wir – für uns alle – schaffen und eine Kultur der Vielfalt leben!

Mara Wild
Vorstandsmitglied der IO, Diskriminierungs- und Diversitätsbeauftragte